Die Charta Oecumenica 2001
So lautet der Titel und die Einleitung zur Erstfassung der Charta Oecumenica aus dem Jahr 2001:
E M B A R G O 22. APRIL 2001
CHARTA OECUMENICA
Leitlinien
für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa
“Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist”
Als Konferenz Europäischer Kirchen und als Rat der Europäischen Bischofskonferenzen1
sind wir im Geist der Botschaft der beiden Europäischen Ökumenischen
Versammlungen von Basel 1989 und von Graz 1997 fest entschlossen,
die unter uns gewachsene Gemeinschaft zu bewahren und fortzuentwickeln.
Wir danken unserem Dreieinigen Gott, dass er durch seinen Heiligen
Geist unsere Schritte zu einer immer intensiveren Gemeinschaft führt.
……
Hier ist die komplette deutsche Fassung verfügbar.
Originalfassung: Deutsch
Genf/St Gallen, April 2001
EEE20g
Unterzeichnung der hannoverschen Charta 2004
Die teilnehmenden Gemeinden aus Hannover unterzeichneten erstmalig die Chartaoecumenica im Mai 2004. Diese fand im gläsernen Gebäude der Finanz-IT in Bemerode statt.




Für die 4 beteiligten Kirchen sah das erste Logo so aus:

Die vereinbarte Chartaoecumenica 2004
Charta oecumenica
der ev.-luth. Gemeinden Jakobi, St. Johannis, St. Martin
und der röm.-kath. Gemeinde Hl. Engel
Christliche Gemeinden dienen der Orientierung im Leben, indem sie Signale der Hoffnung und Zuversicht setzen.
Ihr Glaube, ihre Hoffnung und ihre Liebe haben ihren gemeinsamen Grund in Jesus Christus. Die konfessionelle Spaltung und eine Orientierung der Gemeinden auf sich selber stehen diesem Auftrag häufig entgegen.
Die beteiligten Gemeinden blicken dennoch auf eine langjährige ökumenische Zusammenarbeit zurück. Sie fühlen sich durch die Verabschiedung der „Charta oecumenica“ auf dem Kirchentag in Berlin 2003 bestätigt und bestärkt.
Mit ihrer Charta oecumenica wollen sie in der folgenden Übereinkunft die Verbundenheit aller Gemeinden festigen, vertiefen und erweitern. Dabei erinnern sie sich auch an die Gründung einer christlichen Gemeinde „Biscopesrode“ hier vor ca. 800 Jahren.
Unsere Charta oecumenica will so Anstöße zu einem lebendigen Miteinander geben und die Menschen hier einladen, ihr persönliches und gesellschaftliches Leben im Geiste Jesu Christi zu gestalten.
I.
In den letzten Jahren wächst in den Nachbargemeinden Jakobi, HI. Engel, St. Johannis und St. Martin ein ökumenisches Miteinander, das in regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen zum Ausdruck kommt.
1. Ökumenische Bibelwoche
2. Einschulungsgottesdienst und ökumenische Schulgottesdienste
3. Ökumenisches Bibelgespräch
4. Ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag
5. Weltgebetstag
6. Gemeinsame Sitzungen der Kirchenvorstände
7. Caritatives und diakonisches Zusammenwirken insb. am Spargelacker
II.
Wir wollen das Bestehende weiter pflegen und damit das gemeinsame Christsein in unserem Umfeld sichtbar machen.
Daher bitten wir Gott, dass er uns die Kraft gibt,
• im Gebet und beim Gottesdienst an einander zu denken, mögliche Schritte auf einander zuzugehen,
• im Dialog über spirituelle und theologische Fragen miteinander zu bleiben und unterschiedliche Sichtweisen zu respektieren.
• Aktionen und Planungen rechtzeitig abzusprechen, um einander zu ergänzen,
• die Aufgaben in der Öffentlichkeit miteinander zu tragen und anzupacken.
III.
Es geht uns in unserem Miteinander um die Entdeckung neuen geistlichen Lebens, um den gemeinsamen Gottesdienst mit dem Ziel der Gemeinschaft am Tisch des Herrn und um die gegenseitige Teilnahme am nachbarlichen Gemeindeleben.
In der Praxis bieten sich insbesondere an:
1. Gemeinsame Jahresplanung (Gemeindefeste, Stadtteilfeste, Sitzungen usw.)
2. Veranstaltungen der Nachbargemeinden werden in Gemeindebriefen und Schaukästen bekannt gemacht
3. Gemeinsame Kinderbibelwochen
4. Weltgebetstag an einem Ort
5. Wechselseitige Einladungen zu Gastpredigten z.B. am Ostermontag und am Reformationstag/Allerheiligen
6. Gemeinsame Vortragsveranstaltungen
7. Gemeinsame Veranstaltungen in der Jugend– und Seniorenarbeit
8. Gemeinsame Kollekte einmal im Jahr für Projekte in den Gemeinden
Für das Gelingen praktizierter Ökumene ist ein sicherer Informationsfluss wichtige Voraussetzung, daher benennen die Gemeinden einen oder zwei Verantwortliche, die Absprachen für die ökumenischen Aufgaben oder Vorhaben treffen können.
Diesen Weg wollen wir jetzt miteinander gehen
und möglichst viele Menschen dazu einladen.
Gott helfe uns.
Unterschriften der KV’s und der Amtsträger der beteiligten Gemeinden und Bitte um die Unterschrift der Teilnehmer am Gottesdienst der Unterzeichung am Pfingstmontag, 31. Mai 2004
Unterzeichnung mit neuen Mitgliedern 2008
Im Jahr 2008 kamen weitere Gemeinden hinzu, die Baptistengemeinde und die Alt-Katholiken.




Erneut erfolgte eine Unterzeichnung der Charta. Dieser denkwürdige Gottesdienst wurde im Feuerwehrhaus in Kirchrode gefeiert.